Ein RootServer ist die Maschine, auf der deine Gameserver laufen: ein gemieteter Root- oder VServer, auf dem der FireBot-Daemon installiert ist. Hier steht, wie du ihn im Dashboard anlegst und mit dem Daemon verbindest.
Was du brauchst
- Eine Linux-Maschine mit Root-Zugriff (siehe Daemon installieren für die Voraussetzungen)
- Im Dashboard die Berechtigung
MASTERSERVER.ROOTSERVER.CREATE - Etwa zehn Minuten am Stück — den Zugangsschlüssel bekommst du nur einmal zu sehen
Schritt 1: RootServer anlegen
- Öffne im Dashboard Masterserver → RootServer
- Klicke auf Neuen RootServer hinzufügen
- Fülle das Formular aus:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Name | Eindeutiger Name der Maschine, etwa Hetzner-Node-1 |
| Domainname (optional) | Ein Name wie node1.example.com. Beim Verbinden wird geprüft, ob er auf diese Maschine zeigt. Stimmt es, erscheint er als Adresse deiner Gameserver — sonst bleibt es bei der IP |
| FastDL aktivieren | Schnellere Kartendownloads für Source-Spiele. Die Maschine braucht dafür nginx oder apache; ob es geht, meldet sie selbst |
| Spieldatenbanken anbieten | Erlaubt Gameservern eigene Datenbanken. Ohne Häkchen rührt der Daemon MySQL auf der Maschine nicht an |
| Datenbanken je Gameserver | Obergrenze wie bei RAM oder Platte. 0 heißt: keine |
| Beschreibung (optional) | Freitext, etwa Hetzner AX41, Frankfurt, 64 GB RAM |
| IP-Adresse / Host | Die Adresse der Maschine |
| Daemon-Port | Standard ist 9340 |
| Rechenzentrum, Ländercode | Für die Anzeige des Standorts, etwa Hetzner Falkenstein und DE |
- Klicke auf RootServer erstellen
CPU, Arbeitsspeicher und Plattenplatz trägst du nicht ein. Der Daemon misst sie beim ersten Verbinden selbst — den Plattenplatz dort, wo die Spieldaten liegen. Willst du der Maschine weniger zutrauen, als sie hat, stellst du das danach unter Ressourcen ein. Mehr dazu: Ressourcen-Verwaltung.
Ist schon ein Daemon verbunden, fragt das Formular zusätzlich nach dem Server-Typ: ein virtueller RootServer auf dem bestehenden Daemon oder eine neue Maschine mit eigenem Daemon. Für die erste Maschine gibt es diese Auswahl nicht.
Schritt 2: Zugangsdaten sichern
Nach dem Erstellen öffnet sich ein Fenster mit drei Dingen:
- Daemon-ID — damit erkennt das Dashboard die Maschine
- API-Key — der Zugangsschlüssel des Daemons
- Fertige daemon.yaml — die Konfigurationsdatei mit beidem schon eingetragen
Schließe dieses Fenster nicht, bevor der Daemon läuft. Der API-Key wird nur dieses eine Mal angezeigt. Gespeichert wird nur seine Prüfsumme — niemand kann ihn dir später noch einmal zeigen.
Kopiere den Inhalt der fertigen daemon.yaml über den Knopf Kopieren.
Schritt 3: Daemon auf der Maschine einrichten
Melde dich per SSH auf der Maschine an.
- Daemon installieren:
curl -fsSL https://firenetworks.de/downloads/daemon/install.sh | sudo bash
- Die kopierte Konfiguration speichern unter
/opt/firebot-daemon/daemon.yaml - Daemon starten und für den Neustart der Maschine vormerken:
sudo systemctl start firebot-daemon
sudo systemctl enable firebot-daemon
Die Installation im Einzelnen, auch von Hand, beschreibt Daemon installieren.
Schritt 4: Auf „Online" warten
Sobald der Daemon verbunden ist, steht die Maschine im Dashboard auf Online. Sieh in einem zweiten Browser-Tab unter Masterserver → RootServer nach — das Fenster aus Schritt 2 bleibt dabei offen. Erst wenn dort Online steht, klickst du im Fenster auf Zur RootServer-Übersicht.
Auf der Detailseite der Maschine steht jetzt unter Was diese Maschine kann, was der Daemon gemessen hat: CPU, Arbeitsspeicher, Platte, ob der Domainname gilt und ob FastDL möglich ist.
Wenn es nicht „Online" wird
Prüfe auf der Maschine, ob der Dienst läuft und was er meldet:
systemctl status firebot-daemon
journalctl -u firebot-daemon -n 50
Häufige Ursachen:
- Die
daemon.yamlliegt nicht unter/opt/firebot-daemon/oder wurde unvollständig eingefügt - Daemon-ID oder API-Key stammen von einem anderen RootServer
- Eine Firewall blockiert die Verbindung des Daemons nach außen
Hast du das Fenster zu früh geschlossen und den API-Key nicht gesichert, lösche den RootServer und lege ihn neu an.
Nächster Schritt
→ RootServer verwalten — IP-Adressen und Ports einrichten, bevor der erste Gameserver entsteht.