Ressourcen-Verwaltung

Jeder Gameserver bekommt einen festen Anteil am Arbeitsspeicher, an der CPU und am Speicherplatz seines Root-Servers. Das Dashboard führt Buch darüber, wie viel schon vergeben ist, und der Daemon setzt die Grenzen im Betrieb durch.

Du findest die Übersicht im Dashboard unter Masterserver → Ressourcen.

Woher die Kapazität kommt

Du musst nichts eintragen. Sobald ein Daemon einmal verbunden war, meldet er seine Hardware, und das Dashboard rechnet damit:

1. Eigene Vorgabe     nur wenn du bewusst etwas anderes festlegst
2. Erkannte Hardware  was der Daemon meldet          ← der Normalfall
3. Profil             solange noch nie ein Daemon verbunden war

Auf der Ressourcen-Seite steht über jeder Maschine, welche der drei Stufen gerade gilt — „automatisch vom Daemon erkannt" samt Zeitstempel, „teilweise von Hand festgelegt" oder der Hinweis, dass noch kein Daemon verbunden war.

Der Vorteil: Rüstest du Arbeitsspeicher nach, meldet der Daemon das beim nächsten Lebenszeichen, und die verfügbare Kapazität wächst von selbst mit. Es gibt keinen Wert, der irgendwo veraltet stehenbleibt.

Die vier Stellschrauben

OS-Reservierung

Was du dem Betriebssystem des Root-Servers freihältst. Diese Menge wird nie an Gameserver vergeben. Voreingestellt sind 1024 MB RAM und 10 GB Disk — für eine Maschine, die nur Gameserver betreibt, ist das ein vernünftiger Anfang.

Überallokation

Erlaubt, mehr zu vergeben als physisch vorhanden ist, angegeben in Prozent (0–300). Bei 32 GB RAM und 50 % Überallokation lassen sich 48 GB verteilen.

Das ergibt Sinn, weil kaum ein Gameserver dauerhaft sein volles Limit ausschöpft — und es ist riskant, weil im Ernstfall mehr angefordert wird, als die Maschine hat. Fang bei 0 an und erhöhe nur, wenn du die tatsächliche Auslastung kennst.

Limits je Gameserver

Beim Anlegen eines Gameservers gibst du drei Werte an. Sie sind Pflicht:

Feld Bedeutung Vorschlag
Arbeitsspeicher Obergrenze in MiB, mind. 512 2048
CPU-Anteil In Prozent, 100 % = ein Kern, 200 % = zwei Kerne 100
Speicherplatz Obergrenze in GiB, mind. 1 20

Reicht der freie Platz auf dem Root-Server nicht, lehnt das Dashboard das Anlegen ab und nennt dabei, wie viel angefordert wurde und wie viel frei ist.

Nachträglich ändern

Unter Gameserver → Bearbeiten lassen sich die drei Werte anpassen. Geprüft wird nur die Erhöhung: Was der Server bereits gebucht hat, wird ihm nicht ein zweites Mal angerechnet. Die neuen Grenzen greifen beim nächsten Start.

Wie die Grenzen durchgesetzt werden

Das Dashboard schickt die Werte bei jedem Start an den Daemon, der daraus Docker-Limits macht:

Angabe Wird zu Wirkung
Arbeitsspeicher Container-Memory-Limit Der Server kann nicht mehr belegen
CPU-Anteil NanoCPUs Anteil an der Rechenzeit
Speicherplatz Wird gebucht und angezeigt, aber noch nicht erzwungen

Beim Speicherplatz ist die Buchhaltung also bereits richtig, die Durchsetzung fehlt: Docker kennt keine Volume-Quota. Ein Server kann mehr Platz belegen als gebucht — in der Übersicht siehst du das nicht.

Server ohne Limits

Gameserver, die vor Einführung der Pflichtfelder angelegt wurden, haben keine Werte. In der Übersicht stehen sie mit „kein Limit", laufen unverändert weiter und zählen mit 0 zur Auslastung — belegen aber trotzdem Speicher.

Solange solche Server existieren, zeigt die Auslastung weniger an, als die Maschine wirklich trägt. Über Bearbeiten lassen sich die Werte nachtragen; danach stimmt die Rechnung.

Was die Anzeige bedeutet

Zeile Bedeutung
Gesamt Kapazität inklusive Überallokation
Reserviert Was dem Betriebssystem freigehalten wird
Balken Vergeben im Verhältnis zum verfügbaren Rest
Server Anzahl der Gameserver auf dieser Maschine

Der Balken zeigt gebuchte, nicht verbrauchte Ressourcen. Ein Server mit 8 GB Limit, der gerade 2 GB nutzt, erscheint mit seinen vollen 8 GB — das ist Absicht, denn die 8 GB stehen keinem anderen mehr zur Verfügung.

Berechtigungen

Berechtigung Beschreibung
MASTERSERVER.RESOURCES.VIEW Ressourcen-Seite ansehen
MASTERSERVER.RESOURCES.MANAGE Überallokation und Reserven ändern

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